Augenärzte

Der Augenarzt ist ein auf den Bereich der Ophthalmologie spezialisierter Mediziner. Im Gegensatz zu einem Allgemeinarzt muss der Augenarzt nach dem Medizinstudium jedoch noch eine fünfjährige Weiterbildung im Fachgebiet der Augenheilkunde absolvieren. Davon darf er aber zwei Jahre bei einem niedergelassenen Augenarzt ableisten. Für die Fachprüfungszulassung müssen noch die Erfüllung eines Operationenkataloges und der Nachweis über selbstständig durchgeführter Untersuchungen erbracht werden.

Die Tätigkeit der Augenärzte liegt besonders in der Kontrolle und Beratung bei Sehschwäche und Augenerkrankungen. Bei letzterem können sie auch ambulant Soforthilfe leisten – in Form von Augentropfen und -salben, Tabletten, Injektionen und Infusionen. Sie sind berechtigt, bei Bedarf Operationen am Auge durchzuführen. Wie zum Beispiel bei der generellen Versorgung von Verletzung, Senkung des Augendrucks, Entfernung von Fremdkörpern und erkranktem Gewebe oder bei nötigen Eingriffen an Linse, Hornhaut, Tränenapparat und Lidern. Oft wird eine Operation auch genutzt, um den Augenmuskel zu korrigieren, der zum Beispiel Schielen verursachen kann.
Wird eine Fehlsichtigkeit festgestellt, sprechen sie Empfehlungen für eine Korrektur aus. Diese besteht üblicherweise aus einer Brille oder Kontaktlinsen.

Augenärzte können Probleme wie das Schielen beheben

Augenärzte können Probleme wie das Schielen beheben

Bei der allgemeinen Kontrolluntersuchung misst der Augenarzt den Augeninnendruck und überprüft die Sehkraft. Dazu gehört die Überprüfung des ein- und des beidäugigen Sehens, Stellung und Beweglichkeit beider Augen und der allgemeine Zustand der Augenkomponenten. Im Normalfall geht das rasch und verläuft schmerzlos wie unkompliziert. Zur besonderen Spezialisierung in der Augenheilkunde gibt es für den Augenarzt drei Möglichkeiten: Die Strabologie, die Neuroophtalmologie und die refraktive Chirurgie. Die Strabologie beschäftigt sich vertieft mit Erkrankungen des Augenmuskels und Therapiemöglichkeiten für Probleme wie das Schielen. Eine Ausbildung in diesem Bereich bietet zur Zeit aber nur die Justus-Liebig-Universität Gießen. In der Neuroophtalmologie erforscht man neurogene Ursachen und neurologisch bedingte Symptomatiken von Augenerkrankungen. Da die Hälfte der Hirnnerven sich um die Verbindung Auge – Gehirn kümmern, ist dieser Fachbereich sehr angesehen und wichtig. Unter der refraktiven Chirurgie versteht der Volksmund das “Augenlasern“. Es handelt sich um chirurgische Eingriffe zur Reduzierung bis hin zur vollständigen Korrektur von Fehlsichtigkeit, die den Gebrauch von externen Sehhilfen unnötig machen. Der Besuch beim Augenarzt ist nicht so selbstverständlich wie der bei anderen Fachärzten. Beinahe ausschließlich Menschen mit bereits spürbaren Augenproblemen suchen den Augenarzt auf und lassen sich dort behandeln und regelmäßig kontrollieren. Jedoch ist eine Kontrolle bei möglicher erblicher Vorbelastung und generell bei Kindern ratsam.

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