Grauer Star

Grauer Star, auch Katarakt genannt, führt zu einer Trübung der Augenlinse. Dabei entsteht eine gräuliche Verfärbung hinter der Pupille, die in einem fortgeschrittenen Stadium auch mit bloßem Auge wahrnehmbar ist. Der Graue Star erhielt seine Bezeichnung bereits im Mittelalter. Der Name weist darauf hin, dass bei Betroffenen die Augen nicht mehr im Stande sind, Gegenstände zu fixieren, sondern “starr” vor sich hinschauen.

Wie äußert sich Grauer Star?

Grauer Star sorgt für den Verlust des Sehvermögens

Grauer Star sorgt für den Verlust des Sehvermögens

Häufigstes Symptom des Grauen Stars ist der langsam fortschreitende, jedoch schmerzfreie Verlust des Sehvermögens. In den Anfangsstadien führt Grauer Star dazu, dass das Sichtfeld als zunehmend verschwommen wahrgenommen wird. Auch die Blendempfindlichkeit steigert sich, da durch die Linsentrübung eine diffuse Lichtbrechung auftritt. Begleitend werden auch Kontraste schwerer wahrnehmbar, die Umwelt erscheint vernebelt bis bräunlich, vergleichbar mit dem Blick durch eine braune Sonnenbrille. Auch die Hell-Dunkel-Adaption verlangsamt sich zusehends, das räumliche Sehvermögen ist beeinträchtigt und gelegentlich können auch Doppelbilder wahrgenommen werden, die durch Blinzeln nicht mehr verschwinden. In besonderen Fällen kann es jedoch auch zunächst zu einem verbesserten Sehvermögen kommen. Dies betrifft Weitsichtige, die durch die Verdickung der Linse und die Verdichtung des Linsenkerns kurzzeitig im Nahbereich besser sehen können, dafür aber ein schlechteres Weitsichtvermögen aufweisen. Diese Nebenerscheinung ist jedoch nur kurzfristig und hebt sich selbst nach einiger Zeit wieder auf.

Wie bekomme ich Grauen Star?

Grauer Star ist keine ansteckende Krankheit, daher ist die Ursache kein Bakterium oder Virus. Stattdessen ist noch weitgehend ungeklärt wie Grauer Star entsteht. Betroffen sind in den meisten Fällen Menschen über 60 Jahren, weshalb häufig auch vom Altersstar gesprochen wird. Nur in seltenen Fällen können auch jüngere Menschen, oder sogar Kinder betroffen sein. Grauer Star kann nach dem aktuellen Wissensstand jedoch durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Dazu gehören sowohl die UV-, als auch die Infrarot-Strahlung. Auch der Kontakt mit Starkstrom, wie bei Stromausfällen oder Blitzschlägen kann dazu führen, dass Grauer Star die Folge ist. In einigen Fällen ist Grauer Star eine Folge von Stoffwechselkrankheiten, selten jedoch ist er angeboren. Grauer Star bildet sich meist im Alter in einem langwierigen Prozess. In manchen Fällen kann er sich jedoch auch binnen weniger Monate bilden.

Wie wird Grauer Star behandelt?

Bislang kann Grauer Star allein operativ behandelt werden. Den richtigen Zeitpunkt hierfür sollte der behandelnde Arzt festlegen. Bei einer Operation wird die Augenlinse entfernt und durch eine Kunststofflinse ersetzt. Aufgrund der Häufigkeit dieser Operation verläuft sie in den meisten Fällen unkompliziert und wird ambulant vorgenommen. In seltenen Fällen kommt es zu Folgeerkrankungen, wie Infektionen, oder Nachstar.

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